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FRONT RUNNER UNTERWEGS: ALEXANDRA ADONCELLO

FRONT RUNNER UNTERWEGS: ALEXANDRA ADONCELLO

- 01.12.2023

Die Kamerafrau Alexandra Adoncello hat die ganze Welt bereist, um zweckbestimmte, emotionsgeladenen Content zu schaffen. Wenn sie nicht arbeitet, steigt sie gerne in ihren Offroader, einen Defender 110, und fährt in die Natur. Front Runner hat sich kürzlich mit ihr getroffen und unterhalten. 

© Alexandra Adoncello

Warum verbringst Du so viel Zeit wie möglich in der Natur?

Es ist für mich nicht immer leicht, abzuschalten oder so zu entspannen, dass ich wirklich erholt bin, ohne dass meine Gedanken um die vielen täglichen Ablenkungen kreisen. Ich versuche dem entgegenzuwirken, indem ich mich viel in der Natur aufhalte und besonders abgelegene Orte aufsuche, an denen ich meine Ruhe finde. Hier kann ich mich selbst finden. So werde ich daran erinnert, nicht so selbstgefällig zu sein, sondern aus meiner Komfortzone herauszutreten und mich Herausforderungen zu stellen. Egal, ob es um eine adrenalingeladene Extremsportart oder das ruhige Sitzen in einem eiskalten See geht – in diesen Momenten werden meine Sinne geschärft, mein System wird quasi wachgerüttelt und ich entdecke viele neue Dinge.   

© Alexandra Adoncello

Was erhoffst Du Dir, wenn Du auf die Aufnahmetaste oder auf den Auslöser Deiner Kamera drückst?   

Ich sehe das so: Es gibt einerseits die Ästhetik und andererseits die Zweckbestimmung. Es ist eine Sache, Bilder zu kreieren, die schön, auffällig oder beeindruckend sind. Für diese Art von Content gibt es eine Plattform und ein Publikum – High Fashion, Editorials, Panoramalandschaften oder alles, was sich für Instagram eignet. Aber es ist etwas ganz anderes, Content zu kreieren, der eine Geschichte erzählt, eine Botschaft vermittelt oder eine neue Perspektive eröffnet. Bei meiner Arbeit strebe ich danach, eine Geschichte mit Bedeutung und einer Botschaft zu schaffen. Es ist nicht so, dass eins von beidem, Ästhetik oder Zweckbestimmung, besser oder schlechter ist als das andere. Sie bilden die perfekte Synergie.

Wie schafft man es, gleichzeitig Kamerafrau und Fotografin zu sein?

Die Kameraführung war für mich schon immer das Wichtigste, sie ist meine Herzensangelegenheit. Allerdings habe ich auch früh analoge Fotos gemacht. Meine Mittagspausen auf der High School habe ich oft in der Dunkelkammer verbracht, um mit dem Entwickeln und Drucken von Fotos zu experimentieren. Irgendwann kamen dann natürlich auch die digitalen Fotos. Meine Leidenschaft für Bewegtbilder wurde während meines Studiums an der Filmhochschule und später bei meinem Abschluss des Bachelor of Fine Arts (Hauptfach Film) tief verwurzelt. Danach habe ich an einigen großen australischen Spielfilmen und Fernsehserien gearbeitet, wo ich es lieben gelernt habe, am Set mit einer Gruppe gleichgesinnter Kreativer zu arbeiten. Jeder von ihnen verfügt über einzigartige Fähigkeiten und übernimmt unterschiedliche Aufgaben, die dann zu etwas viel Größerem und Beeindruckenderem zusammengefügt werden. 

Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist, Fotografie und Kameraführung als einzelne Person unter einen Hut zu bekommen. Daher versuche ich es zu vermeiden, mich auf ein Projekt einzulassen, bei dem ich für beides zuständig bin. Mittlerweile stecke ich meine ganze Zeit und Energie in die Filmarbeit und behalte die Fotografie für persönliche Projekte oder bestimmte Kunden, die ich im Laufe der Jahre kennengelernt habe.   

Du hast mit Deiner Arbeit die ganze Welt bereist. Nenne uns Deine drei Lieblingsorte und was sie so besonders macht. 

© Alexandra Adoncello

St. Moritz, Schweiz

St. Moritz kann auf eine lange Geschichte im Hinblick auf Automobile zurückschauen. Sie reicht bis in die späten 1920er Jahre zurück, als der berühmte Bernina Gran Turismo über den hochgelegenen Berninapass führte. Das ist ein Wettbewerb der Geschicklichkeit und des Wagemuts, der auf einer der schönsten Straßen der Welt stattfand. Seit den 1960er Jahren, als die Rundstreckenrennen im Land verboten wurden, wurde es jedoch immer schwieriger, Veranstaltungen wie den Gran Turismo auszurichten.  

Erst in den letzten Jahren hat sich eine Gruppe leidenschaftlicher lokaler Autofahrer und Sammler zusammengetan, um das historische Bergrennen wieder zum Leben zu erwecken. Die Fahrer müssen sich nun auf einem 3,4 Meilen langen, kurvenreichen Asphaltkurs durch die Berge kämpfen, der in 50 engen Kurven über 1.500 Meter ansteigt und selbst die erfahrensten Alpenfahrer auf die Probe stellt. Die Veranstaltung hat das vielfältigste Teilnehmerfeld aus der ganzen Welt. Man sieht dort allerhand Fahrzeuge, alt und neu, mit alten Formal-1-Wägen, italienischen Klassikern oder alten englischen Modellen. Wo sonst kann man einen Ford GT40, einen Lancia Stratos und einen Jaguar D-Type gegeneinander antreten sehen? Ich hatte die Ehre, die 5. Auflage der Veranstaltung auf analogem Film festzuhalten.  

© Alexandra Adoncello

Tasmanien, Australien   

Im Jahr 2020 habe ich einen Dokumentarfilm über sechs Motorradbauer und ihre unstillbare Abenteuerlust gedreht. Sie haben sich auf den Weg nach Tasmanien gemacht, um Australiens schönstes, zerklüftetstes Terrain on- und offroad zu durchqueren. Die Reise hat die Motorräder und ihre Fahrer an ihre Grenzen gebracht – das hat sie zusammengeschweißt.  

Sechs Motorräder, ein Begleitfahrzeug, ein Kamerawagen und eine Notbesatzung. Wir haben jeden Moment der Reise miterlebt, haben in unseren Schlafsäcken gezeltet, wurden vom Wetter überrascht. Und unsere Geduld wurde durch Fahrzeugreparaturen am Straßenrand auf die Probe gestellt – ein episches Abenteuer.   

Simpsons Gap, Northern Territory, Australien   

Letztes Jahr startete ABC eine Markenkampagne zum 90. Jubiläum des Senders.  

Die kreativen Beiträge hatten den Fokus, die Australier miteinander zu verbinden. Sie haben die verschiedenen Communities vorgestellt, mit denen die ABC zusammenarbeitet. An vier Orten im ganzen Land kamen je 90 Menschen zusammen, um das bekannte Lied „I am Australian” zu singen und das ABC-Logo auf einzigartige Weise zu bilden. Meine Aufgabe war es, die Luftaufnahmen für das Logo mit einer Hochleistungsdrohne zu machen. 

Wir sind an einige unglaubliche Orte gereist und konnten inspirierende Menschen mit der Kamera festhalten. Der Ort, der mich am meisten beeindruckt hat, war Simpsons Gap im Northern Territory. Unter der Leitung des renommierten Chorleiters Morris Stuart sind dort 90 Chorsänger, darunter Mitglieder des Central Australian Aboriginal Women's Choir, auf Arrernte Country aufgetreten und haben eine mitreißende Interpretation des Liedes in der Sprache der Pitjantjatjara gesungen. Phänomenal ist eine Untertreibung, ich hatte Gänsehaut. 

© Alexandra Adoncello

Warum ein Defender 110 in einem Land, in dem der Land Cruiser und der Nissan Patrol dominieren?   

Nur wenige Fahrzeuge wecken so viel Romantik und Nostalgie wie der klassische Land Rover Defender. Dieser Geländewagen steht seit Jahrzehnten für Freiheit und Unabhängigkeit, er verkörpert den Reiz der freien Natur. Klar, wenn man ihn neben einen Land Cruiser oder einen Nissan Patrol stellt, kann er in puncto Leistung nicht annähernd mithalten, aber für mich geht es nicht nur um die technischen Daten. Als Land Rover 2016 die Produktion dieser Fahrzeuge eingestellt hat, wurden sie für mich interessant. Für mich ist es ein Lebensstil und eine bedingungslose Liebe.   

© Alexandra Adoncello

Du hast Deinen Defender (Django) mit Zubehör ausgestattet. Erzähl uns, wofür Du Dich entschieden hast und warum. 

Ich habe Django mit verschiedenem Zubehör ausgestattet, um Arbeit und Freizeit unter einen Hut zu bringen. Zuallererst habe ich ein Dachzelt, das ich für alle meine Übernachtungen und mehrtägigen Aufenthalte benötige. Es ist mit dem Front Runner Quick Release Befestigungskit ausgestattet, sodass ich das Zelt abnehmen und an der Garagenwand befestigen kann, wenn ich es nicht benötige. Ich habe eine Heckleiter, um zum Zelt oder auf meinen Slimline II Dachträger zu gelangen. Im hinteren Laderaum bewahre ich sowohl meine Kamera- als auch meine Campingausrüstung auf. Die Ausrüstung habe ich ordentlich in beschrifteten Flat Pack und Wolf Pack Pro Aufbewahrungsboxen verstaut. So kann ich sie je nach Bedarf auf jeder Reise leicht herausnehmen und austauschen. 

Damit ich immer ausreichend Wasser dabeihabe, wenn ich unterwegs bin, habe ich einen Pro Wassertank / 42 l mit der Wasserhahnerweiterung inklusive Halterung auf dem Dachträger. Und wenn ich für längere Zeit campe, nehme ich außerdem den Dometic GO Wasserbehälter / 11 l & Wasserhahn mit. Dieser ist tragbar und lässt sich leicht umpositionieren, wenn er woanders benötigt wird. 

Was ist Dein Lieblingsaccessoire und warum?

Die wichtigste und jüngste Ergänzung meiner Ausrüstung ist die Dometic CFX45 Kühl- / Gefrierbox. Endlich muss ich keine Eiswürfel mehr im Supermarkt kaufen, die dann an einem heißen Sommertag schnell schmelzen. Es ist wirklich hilfreich, ständig kalte Getränke zur Hand zu haben und einen sauberen, trockenen Ort, an dem man reichlich Lebensmittel für eine Reise aufbewahren kann.   

© Alexandra Adoncello

Erzähl uns von einem Abenteuer, an das Du Dich gerne zurückerinnerst. 

Letztes Jahr sind meine Freundin und ich nach Queenstown in Neuseeland gefahren, um eine Woche lang zu snowboarden. Anschließend wollten wir zwei Wochen lang durch die Südinsel in einem Wohnmobil fahren. Nachdem wir eine Woche lang mit unseren Snowboards Spaß hatten, haben wir uns dazu entschieden, Gleitschirmfliegen auszuprobieren. 

Wir haben mit einem lokalen Anbieter eine Fahrt mit dem höchsten Sessellift auf den Coronet Peak arrangiert. Wir sind den schneebedeckten Berg weiter hinauf gewandert, bevor wir bei Sonnenuntergang einen Tandem-Gleitschirmflug vom hinteren Teil des Hangs gemacht haben. Das war ein wirklich surreales Erlebnis. Meine Abenteuer kannst Du auf Instagram (@lexcello) verfolgen. Freu Dich auf weitere unvergessliche Geschichten. 

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